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Jährlich 10 Millionen Videos aus Seesen

Für den Filmverleiher Video Buster wird das Geschäft im Internet immer wichtiger - Konkurrenten übernommen

SEESEN. Der Video-Markt ist heiß umkämpft. Anbieter im Internet machen den klassischen Videotheken das Leben schwer. Das Seesener Unternehmen Video Buster setzt auf beide Vertriebswege und will mit dieser Strategie wachsen. „Wir sind seit mehr als 25 Jahren im Geschäft und in Deutschland der größte unabhängige Video- und Computer-Spiel-Anbieter", sagt Mario Brunow, Vorstand der Konzern-Dachgesellschaft von Video Buster. In der Seesener Zentrale werden 70 Mitarbeiter, bundesweit 500 beschäftigt. Die arbeiten in 38 Videotheken, die über das Bundesgebiet verstreut sind - darunter auch in Braunschweig und Goslar.

Für das Unternehmen wird allerdings das Internet-Geschäft immer wichtiger. Als erstes eröffnete es 2002 eine Online-Videothek. Die Kunden können entscheiden, ob sie die Filme als DVD über das Internet ausleihen, oder ob sie ihren Wunschfilm gegen Gebühr herunterladen.
„Mit diesem Konzept unterscheiden wir uns vom Markt, weil wir alle Vertriebswege anbieten", sagt Brunow. Deshalb fürchtet er auch nicht die wachsende Zahl der Konkurrenten, die Filme ausschließlich als kostenpflichtigen Download anbieten. „Ein Prozent vom Gesamtmarkt geht in diese Sparte. Die wird zwar wachsen, aber andere Vertriebsformen nicht ablösen", sagt er.

Mit dem Internet-Geschäft erziele Video Buster derzeit ein Drittel des Umsatzes, in fünf Jahren werde es mindestens die Hälfte sein. Das Unternehmen rechnet in diesem Jahr mit einem Umsatz von rund 25 Millionen Euro. Zehn Millionen Filme verleiht Video Buster jährlich und hält damit nach eigenen Angaben einen  Marktanteil  von  knapp  zehn Prozent. Um den Vertrieb über das Internet zu stärken, hat das Unternehmen Ende Oktober den bisherigen Marktführer für den Internet-DVD-Verleih übernommen - das Hamburger Unternehmen Amango.

„Der Gesamtmarkt wächst nicht mehr. Neue Kunden werden über das Internet gewonnen", begründet Brunow die Übernahme und fügt hinzu: „Wer nur Videotheken betreibt, wird Probleme bekommen." Denn dort sei das Geschäft sogar rückläufig. „Die Kunden fehlen, weil die Zahl illegaler Downloads wächst", sagt er.

Quelle: Goslarsche Zeitung (Samstag, 6. Dezember 2008) (www.goslarsche.de)
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